Archiv für November 2007

Zeichnen…

Sonntag, 25. November 2007

…ist eines meiner zahlreichen Hobbys. Jedoch gibt es mannigfaltige Gründe, weshalb ich Diesem nicht allzu oft nachkomme. Oft ist es der Mangel an Zeit oder Muse; meist aber eher Faulheit.

So kommt es auch, dass ich Euch nicht mit ellenlangen Fotostrecken quälen kann, selbst wenn ich es wollte.

Schaut doch mal rein und fällt ein mildes Urteil, wenn ihr wollt:

ZEICHNUNGEN

Der politisch korrekte Greifvogel

Freitag, 16. November 2007

Was ich heute schreibe, beschäftigt mich schon sehr viele Jahre. Oder sagen wir lieber, ich schleppe das schon sehr lange mit mir rum und nun kann ich es endlich aus meinem Hirn, hier auf mein Ersatzgedächtnis verschieben.

Es geht um den Greifvogel, den einst von mir in den ersten fünf bis sechs Schuljahren so genannten und von Lehrern eingebläuten Raubvogel. Jawoll, ich schreibe es gerne nochmal - DEN RAUBVOGEL!
“Welch diskriminierendes Wort für ein Tier, das doch nur für sein Überleben sorgt.” Ähnliches bekam ich von einem neuen Klassenlehrer zu hören, als wir am Wandertag auf dem Weg zu einer Grillstelle waren und ich einen kreisenden Roten Milan als Raubvogel bezeichnete.

Damals wusste ich nichts zu entgegnen und beschloss die niedlichen Greifvögelein nie wieder mit dem bösen Wort Raubvogel zu beschimpfen.

Sehr schön… …damit ist ja alles in bester Ordnung. Also kein böser Raubvogel, nein ein lieber Greifvogel. Gut, gut… …ich bin einverstanden. Da ja beispielsweise der Hai auch nur für sein Überleben sorgt, sollte man ihn jetzt aber auch Greiffisch nennen. Jawoll! Oder meinetwegen Beißfisch. Genau, Beißfisch. Da ja beim roten Milan das Greifen zur Nahrungsbeschaffung namengebend ist, müsste es beim Hai das Beißen sein.
Klar gibt es auch andere Fischlein, die durch das Beißen ihre Nahrung beschaffen. Aber die Pflanzenmümmler, die irgendwelche Algen abgrasen, müssen da halt jetzt mal zurückstehen. Ich kann mich ja auch nicht um alles kümmern. Es reicht ja schon, dass Raubf… …äh, Beißfische scheinbar keine Lobby haben.

Und was ist mit den Raubkatzen? Diffamierung! Wie wäre es hier mit dem Begriff Greifkatze oder vielleicht Krallkatze?

Das wäre doch versöhnlich für alle und die Raubfische und -katzen müssten nicht mehr neidisch auf den Greifvogel schielen, der seinerseits als arrogantes Federvieh in der Tierwelt verschrien ist.

Puh, jetzt ist es raus und ich muss mich mit dem Quatsch nicht mehr auseinandersetzen.

Klong, “och nee”…

Sonntag, 11. November 2007

…das war es, was ich kürzlich im Büro vom angrenzenden Küchenbereich vernahm.

“Kann ich dir helfen?”, rufe ich in meiner hilfsbereiten Art zu meinem Kollegen - nennen wir ihn mal Sven - hinaus. “Mir ist nicht mehr zu helfen”, bekomme ich als Antwort. Im Wissen, dass der Mann Recht hat, begebe ich mich unter dem Vorwand, mir einen Tee machen zu wollen, aus meinem Büro. Da steht er nun, der arme Tropf. Offensichtlich wollte er sich an unserem Automat einen Kakao machen, denn es riecht intensiv danach und auch die Farbe der Flüssigkeit, die sich über die halbe Küchenfront ergoss, lässt darauf schließen.

Ich glaube, ich habe nicht mal gelacht. Es war ein Bild des Jammers. Ich sehe es noch vor mir: Verzweifelt versucht er zu retten, was noch zu retten ist(viel war’s ja nicht mehr) und stoppt mit etlichen Lagen Küchenpapier die letzten Rinnsale, die sich auf ihren Weg von der Arbeitsplatte Richtung Bodenpfütze aufmachen. Dann erklärt er mir, wie es zu dem Malheur kommen konnte.

Bereits im Vorfeld war mir klar, dass es sich um einen Bedienungsfehler handeln musste. Vermutlich ärgert sich Sven jetzt noch über sein, sagen wir mal etwas zu früh einsetzendes Pflichtbewusstsein. Denn ohne dies, wäre es nicht zu meinem Eintrag hier gekommen.

Um den Unfallhergang plastischer beschreiben zu können, behelfe ich mich eines Fotos des Automaten, der übrigens widerliche Getränke bereitet:
Kaffeeautomat

Da es Sven nach einem Kakao gelüstete, stellte er seine Tasse in den Automaten und drückte die entsprechende Programmwahltaste. Die Position der Tasse habe ich zur Veranschaulichung mit einem gelblichen Oval gekennzeichnet. Nach einem kurzen chrrrz, pfrrrz, spotz, hat der Automat eine kakaoähnliche Flüssigkeit in die Tasse gekotzt. Danach, so hoffe ich wenigstens, wurde Sven beim Tassenentnahmeprozess gestört. Vielleicht flog ja ein Vogel am Fenster vorbei. Als sein Blick wieder auf den Automaten fiel, dachte er vermutlich so bei sich, er könnte ja mal den Wassertank nachfüllen. Womöglich zeigte der Automat sogar an, dass Sven das machen sollte. Damit träfe den Automaten eine Teilschuld. Würde mich nicht wundern. Wer Kakao mit Wasser zubereitet, der verwirrt auch arme Arbeitskollegen.

Jedenfalls muss die Fronttüre zum Befüllen des Wassertanks geöffnet werden(gelblicher Markierungsrahmen), was Sven dann letztlich auch tat. Den weiteren Ablauf, bitte ich alle Leser im Geiste nachzuvollziehen.

Zur Ehrenrettung: Später unterhielt ich mich noch kurz mit anderen Arbeitskollegen und wirklich jeder konnte auf ein ähnlich peinliches Ereignis zurückblicken. Somit also ein herzliches “Willkommen im Club”.

Nachliefern möchte ich noch folgendes Bild:
Igitthose

Danke Sven, dass du dich für das Foto in Pose gestellt hast. Das zeugt von wahrer Größe.

Tataaaa…

Donnerstag, 8. November 2007

…ich werde das Gefühl nicht los, dass mir das Hirn mit den Jahren immer matschiger wird. Daher ist es gut, dass mein allerbester, Lieblingsarbeitskollege ;) mir die Möglichkeit gibt, hier Dinge festzuhalten, die sonst früher oder später durchs Raster fallen könnten.

Für alle, die hier mitlesen und denen es evtl. noch schlechter geht als mir… …ihr könnt ja meine Gedanken als die Euren ausgeben. Denkt vorher aber darüber nach, ob ihr das auch wirklich wollt… …wenn das noch geht. Also immer schön am Ball bleiben! Wer weiß wofür es gut ist.

Ach, und danke debanzalz