Ich weiß nicht mehr, wie das Gespräch mit unserer Tochter begann. Jedenfalls sagte sie, sie wäre ja auch noch schön knackig. Auf meine Frage, was wir denn dann wären, meinte sie, wir wären auch noch knackig.
Ist sie nicht lieb?
Das ist sie – auch wenn sie ihrem letzten Satz noch mit gemeinem Unterton beifügte: “so knackig wie zwei Würstchen, frisch aus der Mikrowelle”.
Mrz
18
Knackig
Mrz
08
Milchgeld – Kommissar Kluftingers erster Fall
Vor einiger Zeit habe ich mich nach Büchern umgesehen, deren Handlung im Umfeld meiner Heimat spielt. Dabei ging es mir nicht um Material, mit dem man sich weiterbilden kann, sondern einfach um Unterhaltung.
Ich fand den Gedanken interessant, eine Geschichte zu lesen, die in einer Region spielt, deren Eigenheiten mir bekannt sind – sei es der Menschenschlag, der Dialekt oder eben die Gegend.
In der Buchhandlung entdeckte ich zwei Bücher, die zu meinen Vorstellungen passten – beides Krimis. Ich habe also als erstes zu “Milchgeld” gegriffen – die Autoren sollen natürlich nicht unerwähnt bleiben. Volker Klüpfel und Michael Kobr haben es nicht bei nur einem Fall für den, mir sehr sympatischen und authentisch dargestellten Kommisar Kluftinger belassen.
Kommisar Kluftinger darf zum ersten Mal seine geliebten Kässpatzen für einen Toten stehen lassen. Ein Lebensmittel- Chemiker des örtlichen Milchwerks ist stranguliert worden. Mit eigenwilligen Ermittlungsmethoden riskiert der Kommissar einen Blick hinter die Fassade der Allgäuer Postkartenidylle – und entdeckt einen scheinbar vergessenen Verrat, dunkle Machenschaften und einen handfesten Skandal.
Trotz diverser Befragungen kommen die Ermittlungen im Mordfall nur schleppend voran, was Kluftinger bei der Beerdigung des Opfers, auf einen wagen Hinweis hin ,dazu veranlasst quer durch die halbe Friedhofsanlage zu rennen. Ganz klar ein Indiz dafür, daß Kluftinger keineswegs mit stoischer Ruhe sondern mit Engagement an seinem Fall arbeitet – für die Trauergesellschaft wirkt es aber, insbesondere wenn der Kommissar bei seinem Hindernislauf auch noch ein Grab touchiert, eher wie eine Tat eines Verrückten.
Keine Sorge, es handelt sich bei Kommisar Kluftinger nicht um einen tölpelhaften Bauernbullen, der von einem Fettnäpfchen ins andere tritt. Doch hin und wieder gibt es Dialoge und eben auch Handlungen, die mich zum Lächeln bringen und die Personen im Buch authentisch wirken lassen.
Es gibt sicher spannendere, schnellere und ereignisreichere Krimis als Milchgeld(ich habe bisher nur wenige Krimis gelesen). Das Buch hat mir aber genau das geliefert, was ich erwartet habe – nämlich gemütliche Lesestunden, die mich nicht zuletzt der Gegend etwas näher gebracht haben.
Mit hoher Wahrscheinlichkeit werde ich mir einen weiteren “Klufti” geben.
Ich habe das Buch an meine Tochter(10J.) weitergegeben. Sie hat bisher etwa ein Drittel durch und freut sich, daß ich vermutlich noch einen Teil bestellen werde.
Jul
18
Origamistyle asics
Ein Clip, der die Entstehungsgeschichte von asics beleuchtet. Mich spricht das total an. Auch wenn es Werbung ist, ist es für mich auch künstlerisch anspruchsvoll und ich würde mir mehr Werbung wünschen, die nicht davon ausgeht, dass lauter Volldeppen vor den Empfangsgeräten sitzen.
Ich rufe auch gerne dazu auf, dämlich beworbene Produkte nicht zu erwerben.
Origami In the Pursuit of Perfection from MABONA ORIGAMI on Vimeo.
Letztendlich bekommen wir das Fernsehprogramm und die Werbung, die wir verdienen.
Mai
14
Ehrlich währt am längsten.
So heißt es und es heißt auch: Vor Gott sind alle gleich. Wie beruhigend.
Letztens war meine Tochter mit Ihren Klassenkameraden inklusive diverser Mütter in der Kirche. Alternative wäre Unterricht mit… …sagen wir mal, nicht unbedingt einer Lieblingsmitschülerin gewesen. Somit hat die Kirche gewonnen.
Beim Eintreten in die Kirche, hat sie der Pfarrer und Reli-Lehrer mit folgenden Worten angesprochen(sinngemäß): “Hallo Julia. Na, gehst du gerne in die Kirche?” Die Antwort kam wohl prompt und schnörkellos: “Nein, Kirche ist langweilig und dauert immer viel zu lange.”
Hernach trat laut meiner Frau erst mal betretenes Schweigen ein, wobei ich vermuten möchte, dass – hätte man genau hingesehen – ein süffisantes Grinsen die Lippen meiner lieben Frau umschmeichelten.
Ich hoffe, meine Tochter verliert während des Erwachsenwerdens nicht zu viel ihrer Aufrichtigkeit.
Falls jemand glaubt, ich schreibe diesen Blogeintrag, weil es ein wenig gegen die Kirche geht: Nö!
Mrz
04
MagicView App
Kennt Ihr noch die Magic Eye Bilder? Es gibt jetzt eine App (ich hasse diesen Begriff), die 100 feine 3D-Stereogramme für 79 Cent bietet.
Es handelt sich dabei um ein Spiel, in dem man die Motive erkennen und bei den Lösungsvorschlägen richtig tippen muss.
Das wichtigste an dem Spiel ist, dass ich mich dabei für Grafikdesign und Texte verantwortlich zeichnen darf.
Für alle, die Stereogramme mögen, ist das Spiel zu empfehlen. Wenn ich so sehe, was teilweise für ein Mist im Appstore rumlungert, schlägt sich MagicView mit einem Preis von 79 Cent nicht schlecht.
Mrz
04
Neue Origamiarbeiten
Ich setze mich immernoch ab und zu hin und falte ein paar Blätter. Oft sind es aber nur meine geliebten Kraniche, die ich ja nicht unbedingt in der hundertsten Ausführung in eine Galerie packen muss.
Jetzt habe ich aber neue Origamifotos zusammengesammelt und da ich die meisten Originale nicht rumstelle, sondern irgendwann wegschmeisse oder sie sich mein Kind unter den Nagel reisst, stell ich die Fotos hier rein.
Jan
05
Millionen von Bergfinken über Görwihl
Zur Zeit machen es sich in Görwihl und Umgebung Millionen von Bergfinken gemütlich und futtern leckere Hotzenwälder Bucheckern. Ein Phänomen, das in solchem Umfang noch nie beobachtet wurde.
Als meine Frau gerade vom Einkaufen kam, hat sie den Rest der Familie ganz aufgeregt nach draußen gerufen. Da waren sie: Zigtausende dieser kleinen Vögel flogen direkt über Görwihl weg.
Ich hab dann die Digicam aus der Wohnung geholt, weil ich das schon sehr beeindruckend fand. Als ich dann mit der Cam draußen stand, war alles vorbei – dachte ich erst. Meine zwei Frauen waren schon wieder in der warmen Wohnung, als ein weiterer Pulk Vögel vorbei flog. Die Lichtverhältnisse waren nicht mehr die allerbesten und der Ton ist leider auch nicht toll (die Flattergeräusche und das Gefiepse, sind nur zu erahnen). Dennoch möchte ich das Video gerne hier reinsetzen.
[MEDIA=6]
Später sind immer weitere Schwarmfetzen über uns weggefegt. Wirklich erstaunlich, diese Masse an kleinen Piepmätzen. Das Video kann das leider nur limitiert wiedergeben.
Apr
30
Ich bin 8bit
Gestern war ich ganz kurz jung und hab mit meinem Papa mein erstes Telespiel(ja, so nannte man die damals) gekauft. Es war gebraucht und für mich war es wie ein kleines Wunder, dass mein Papa tatsächlich ja gesagt hat, als ich ihn bekniet habe, mit mir das G7000, das in der Kleinanzeige angeboten wurde, zu holen. Meine erste Spielkonsole… …ein G7000 von Philips, das sogar Cardridges hatte und keine dämliche, paddlegesteuerte Konsole war, die sich auf 10 Versionen von Pong beschränkte.
Oh, jetzt habe ich vergessen zu schreiben, wie diese wundersame Verjüngung zustande kam. Profan ausgedrückt: “Der Stefan wars!” Dieser schlimme Kollege. Ich hab gar nix gemacht und der hält mir einfach ein Buch unter die Nase.
Dieses Buch da – naja fast. Er hat die Erstausgabe(ist halt auch schon etwas älter, der Knabe
).
Ich will gar keine Werbung dafür machen aber wenn jemand da draußen auch so steinalt wie ich ist (beinahe 40), gerne mal wieder in Erinnerungen schwelgen möchte und dabei kein Problem damit hat, von Vergangenem Neues zu erfahren… …dem empfehle ich dieses Buch.
Es ist von Winnie Forster und man kann es auf www.gameplan.de finden. Es heißt Spielkonsolen und Heim-Computer.
Ich habe bisher nur die vielen Bilder und wenige Abschnitte aus dem Buch angeschaut – ich kannte so viele der abgebildeten Spiele noch beim Namen.
Das Buch umfasst den Zeitraum von 1972 bis 2002 und hält mir vor, dass ich schon sehr lange über eine elektronische Spielvergangenheit verfüge.
Atari VCS – 1977… …hab ich selbst nie besessen, erinnere mich aber noch gut daran, wie wir zu dritt häufig auf der Suche nach einem Fernseher waren, bei dem die Eltern nicht Angst hatten, dieser technische Schnickschnack könnte den Flimmerkasten zerstören. Sprich, wir spielten dort, wo die Eltern grad nicht zu hause waren. An lange Pitfall II-Sessions(Nicht, dass ich den ersten Teil nicht auch gespielt hätte oder PacMan oder, oder, oder…) kann ich mich noch gut erinnern. Zum Ende hin haben wir ganz schön lange gebraucht um an fiesen Fledermäusen vorbeizukommen. Bei Decathlon haben wir reihenweise Joysticks zerstört. Natürlich benutzten wir nicht die original Knüppel – von denen bekam man nur Blasen an den Pfoten und war zudem nicht konkurrenzfähig.
Spielautomaten hielten Einzug… …nicht nur in Spielhallen… …die zwei “großen” Kaufhäuser in Heidenheim hatten zeitweise jeweils zwei Automaten. Ich hatte eigentlich nie gespielt. Mir hat es immer gereicht bei den “Großen” zuzuschauen. Das war preiswerter und ich weiss noch, daß meine Mama mir verboten hat, mein Geld in die Dinger zu stecken. Spontan fallen mir ein paar Spiele ein, die da liefen. GALAGA, DIGDUG, TRACK&FIELD, BOMBJACK, YIE AR KUNG FU(ich war zu faul das zu recherchieren, aber so ähnlich hieß das).
Machen wir es kurz, überall wo es blinkte und piepte, war ich zu finden. Ich wette, für meine Mama war es recht einfach, ausgiebig in genau diesen beiden Läden mit mir einkaufen zu gehen. Sie wusste ja immer, wo ich war und musste mich nach dem Einkauf nur noch von den Automaten pflücken.
Später lief ich stundenlang in einem dieser Kaufhäuser zwischen den Regalen mit verschieden Rechnern (Sinclair Spectrum, Commodore VC20 und C64) rum. Das andere Kaufhaus hatte nicht mitgezogen und ich war damals überzeugt, dass dieser Laden damit dem Untergang geweiht war. Es gibt ihn immer noch – den mit den Computern haben sie vor ein paar Jahren niedergewalzt. Dort gibt es jetzt eine Einkaufspassage, in der eine von vielen MediaMarkt-Filialen ihr charmefreies Dasein fristet.
Ich habe wirklich viele schöne Erinnerungen an diese Zeit. Damals saß ich nicht einsam und weisshäutig an der Console/dem Rechner, sondern man traf sich im zu der Zeit geilsten Computerladen, in dem ein Freak den Laden führte. Wir haben da die Tage am C64 verdaddelt mit H.E.R.O. oder später dann auch mit Wintergames und noch später mit California Games und natürlich vielen anderen Spielen.
Gekauft haben wir nie etwas. Nach vielleicht drei Jahren war der Laden weg.
Meinen eigenen C64 hatte ich für 600DM erstanden; hatte also eine lange Wartezeit hinter mir, wenn man bedenkt, dass für das Teil anfangs 1000 Mark über den Ladentisch flattern mussten.
Diese Wartezeit hatte ich mir und vielen anderen Kumpels mit dem CBS Colecovision versüßt, das die verblüffend aufwändige Grafik der Spielautomaten auf den heimischen Fernseher übertragen konnte. Ich rede dabei von prachtvollen Spielen wie Donkey Kong und Dig Dug… …oh mein Gott – heute bekommt man davon Augenkrebs.
Lassen wir die restliche Zeit schnell vorüber ziehen… …der Eintrag ist ja jetzt schon viel zu lang, als dass den jemand bis hier her lesen würde.
Vieles hat sich geändert – eines bleibt. Der Michi bewahrt sich weiterhin ein Stück Kindheit und besitzt heute eine Wii, eine PS3 und nen DS und nicht zu vergessen einen alten Spielautomaten mit verschiedenen Spielplatinen
Dez
23
Liebe Weihnachtsgrüße
Weia, weia… …was war ich doch die letzte Zeit schreiblahm. Nichts desto trotz möchte ich wenigstens meine Weihnachtsgrüße an Euch nicht vergessen.
So sei es: Ich wünsche Euch allen schöne Weihnachten und einen, in dieser Zeit so dringend benötigten, stabilen Verdauungstrakt.
Und weil es bei meiner derzeit unterirdischen Artikelverfassfrequenz etwas abwegig wirkt, dass ich in diesem Jahr noch mal etwas schreibe, reiche ich den Neujahrsgruß gleich mit durch. Am besten Ihr fangt jetzt noch schnell mit einem Laster an, von dem Ihr dann zum Jahreswechsel erfolgreich lassen könnt.
Auf ein friedliches Jahr 2009.
Aug
23
Verhagelt
Vor wenigen Tagen hat sich bei meinem Arbeitgeber ein Hagelschauer ausgetobt. Bäume gerieten in Schieflage oder knickten direkt ab, Mülltonnen und Plastikstühle hatten Wandertag.
Etwa fünf Minuten lang gingen daumennagelgroße Hagelkörner nieder.
Unter den Mazdas wird es sich langsam herumsprechen, dass sie bei mir nur kurzzeitig ein unversehrtes Leben haben. Leider hatte ich erst am Folgetag Urlaub. Somit hat mein Auto nun etliche Dellen. Aber meine Werkstatt will ja auch leben und so bleib ich wenigstens ein gern gesehener Kunde.
Hier noch ein paar Fotos:
Mir hats die Stimmung nur kurz verhagelt, weil ich noch während des “Blizzards”
ahnte, dass ein Anruf bei der Versicherung fällig würde. Der Mazda wurde schon begutachtet und nach dem Urlaub stell ich ihn halt ‘ne Weile in der Werkstatt ab.